Info zu Pflegestufen – Stand 2016

Info zu Pflegestufen – Stand 2016

Jeder wünscht sich und seinen Mitmenschen ein langes, glückliches und gesundes Leben. Jedoch kommen mit steigendem Alter unweigerlich auch gesundheitliche Einschränkungen hinzu, die oftmals dazu führen auf Hilfe anderer angewiesen zu sein.

Für jede Familie ist diese neue Lebenssituation des Angehörigen eine enorme Belastung, da tagtägliche Aufgaben ohne Hilfe gar nicht mehr zu bewältigen sind. Damit diese Einschränkungen nicht auch zu einem finanziellen Problem werden, gibt es zur Unterstützung seitens der gesetzlichen Pflegeversicherung das Pflegegeld.

Um dieses zu erhalten muss bei der zu ständigen gesetzlichen Pflege- / Krankenkassen ein Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung eingereicht werden. Im Auftrag der Pflegekasse überprüft ein unabhängiger Gutachter vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK), ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind. Wobei die Begutachtung nach bundesweit einheitlichen Begutachtungs-Richtlinien erfolgt. Bei Privatversicherten erfolgt die Begutachtung durch „Mediproof“ und bei knappschaftlichen Versicherten der Sozialmedizinische Dienst (SMD).

Je nach Einschränkungen bei den Verrichtungen der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung und Mobilität) sowie Art, Umfang und voraussichtliche Dauer der Pflegebedürftigkeit wird die Pflegestufe festgelegt.

Folgend ein erster Überblick:

  • Mindestens einmal täglich ein Hilfebedarf bei mindestens zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) erforderlich ist.
  • Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden.
  • Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens 90 Minuten betragen, wobei auf die Grundpflege mehr als 45 Minuten entfallen müssen.
  • Mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten ein Hilfebedarf bei der Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) erforderlich ist.
  • Zusätzlich muss mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigt werden.
  • Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens drei Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege mindestens zwei Stunden entfallen.
  • Hilfebedarf bei der Grundpflege so groß ist, dass er jederzeit gegeben ist und Tag und Nacht (rund um die Uhr) anfällt.
  • Zusätzlich muss die pflegebedürftige Person mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen.
  • Der wöchentliche Zeitaufwand muss im Tagesdurchschnitt mindestens fünf Stunden betragen, wobei auf die Grundpflege (Körperpflege, Ernährung oder Mobilität) mindestens vier Stunden entfallen müssen.

Bei weiteren Fragen zu diesem komplexen Thema, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Momentan deutet alles darauf hin, dass es ab 2017 durch das neue Begutachtungssystem des Pflegestärkungsgesetzes zwei, fünf Pflegegrade anstatt drei Pflegestufen geben wird. Und auch die Pflegebedürftigkeit an sich wird neu definiert werden.

Die aktuellen Pflegestufen entnehmen Sie bitte diesem Beitrag: https://www.awi-pflege.de/pflegestufen-stand-2017/

Quelle: http://www.bmg.bund.de/themen/pflege/pflegebeduerftigkeit/pflegestufen.html
2017-12-18T22:14:55+01:00Mai 13th, 2016|Allgemein|0 Kommentare